Trinkwasseraufbereitung

Mit dem Ausbau der Infrastruktur nach der Wende wurden neue Gewerbegebiete wie Buchwaldstraße und Seeplanstraße in Eisenhüttenstadt geschaffen und gleichzeitig umfangreiche Netzerweiterungen durchgeführt.

Über ein weitverzweigtes Rohrleitungssystem von Haupttransport- und Hausanschlussleitungen mit einer Gesamtlänge von rund 435 km gelangt das aufbereitete Trinkwasser zu den Kunden. Fünf Hochbehälter mit einer Speicherkapazität von 20.315 m3 und neun Druckerhöhungsstationen sichern den erforderlichen Bedarf an Trinkwasser ab.
Von den Wasserwerken Pohlitz, Treppeln, Schwerzko und Dammendorf werden täglich durchschnittlich 14.500 m3 aufbereitetes Trinkwasser ins Netz eingespeist.
Seit der Gründung des TAZV Oderaue im Jahre 1993 wurden für die Rekonstruktion, Sanierung und den Neubau der Trinkwasseranlagen und -netze rund 13 Mio. EUR investiert.

Die Rohwassergewinnung für das Wasserwerk Pohlitz erfolgt über vier Galerien mit insgesamt 27 Brunnen, welche in einem zusammenhängenden Waldgebiet bei Pohlitz und Rautenkranz liegen. Die Wassererfassungsgebiete gehören geomorphologisch zum Berliner Urstromtal.
Im Laufe des Betriebes seit ca. 45 Jahren hat sich im Urstromtal ein weitreichender Absenktrichter herausgebildet. Die Beschaffenheit des Grundwassers ist als gut und unbeeinflusst einzustufen. Neben dem Wasserwerk Pohlitz werden noch drei Kleinwasserwerke betrieben.
Die Standorte befinden sich in den Gemeinden Dammendorf, Schwerzko und Treppeln.
Die dargestellten Kapazitäten an zu förderndem Rohwasser decken den Bedarf, welcher derzeit bei 106 l/Tag je Einwohner (einbezogen Industrie) liegt, für den Einzugsbereich des TAZV Oderaue voll ab.

Wasserwerk Q1 m³/d Q7 m³/d Q30 m³/d Q365 m³/d
Pohlitz 39.800 36.500 36.483 16.400
Dammendorf 220 211 202 183
Treppeln 276 265 253 230
Schwerzko 948 908 869 790